Planung

Nutzenorientierte Planung für eine gezielte Wirkung

Eigentlich will niemand eine Heizungs-, Lüftungs- oder Klima-Anlage – was die Menschen wollen, sind angenehme Umgebungskonditionen. Eine Wohlfühlatmosphäre nämlich, die genau ihren Anforderung entspricht. Denn selbst bei der scheinbar selben Thematik laufen die Bedürfnisse manchmal diametral auseinander: die Synchronschwimmerinnen im Sportbecken stellen beispielsweise andere Anforderungen an die Wassertemperatur, als die Damen beim Seniorenschwimmen gleich nebenan. Dies hat weitreichende Konsequenzen für die Planung. Deshalb haben wir stets die Wirkung im Fokus, die wir mit einer Anlage erreichen sollen und nicht nur die Technik selber.

 

In unserer Consulting Tätigkeit erleben wir immer wieder spannende Konstellationen, wo im selben Gebäude die unterschiedlichsten Anforderungen aufeinander prallen. Diese Quadratur des Kreises ist eine grosse Herausforderung, doch sie bietet interessante Chancen für die Implementierung von Kaskadenkonzepten.

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Im Prinzip gleicht eine Heizung nur Wärmeverluste aus. Eine zukunftsorientierte Heizungsanlage zu konzipieren, bedeutet aber mehr, als nur die planerischen Parameter wie Heizlast, Kesselleistung, Temperaturen möglichst optimal aufeinander abzustimmen. Das subjektive Wärmeempfinden der Nutzer ist der wichtigere Faktor. Dabei wollen wir mit einem möglichst geringen Energieeinsatz eine möglichst hohe thermische Behaglichkeit erreichen. Doch neben dem Komfort spielen auch gesundheitliche Aspekte eine zentrale Rolle. Leider wird diesem Aspekt bei der Heizungsplanung oft zu wenig Beachtung geschenkt. Dass durch beheizte Raumluft gereizte Schleimhäute beliebte Angriffsziele für Viren und Bakterien darstellen, ist hinlänglich bekannt. Doch ein noch höheres Risikopotenzial für die Atemwege geht von der damit verbundenen Feinstaubbelastung der Raumluft aus, die nicht nur für Allergiker zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen kann. Gerade in Kombination mit der Lüftungsplanung berücksichtigen wir diesen Aspekt konsequent bei unseren Konzepten.

Manchmal braucht es gar keine Heizung, weil im betreffenden Gebäude selbst im Winter mehr Wärme anfällt, als für den reinen Temperaturerhalt nötig wäre. Dass diese Erkenntnis ein enormes Sparpotenzial birgt, liegt auf der Hand.

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Sinn und Zweck des Lüftens ist die Abfuhr von verbrauchter und die Zufuhr von frischer Luft. Die Lüftungsthematik ist sehr eng mit der Heiz-/Kühlthematik verknüpft, da die Luft immer wertvolle Energie transportiert. Gerade mit den immer wirkungsvolleren Dämmungen fällt der Lüftungswärmeverlust gegenüber dem Transmissionswärmeverlust über die Gebäudehülle immer stärker ins Gewicht. Somit stellt der Lüftungswärmebedarf ein relativ grosser Energie- und Kostenfaktor dar. Durch die bedarfsgerechte Auslegung der von uns geplanten Komfortlüftungssysteme werden erhebliche Energieeinsparungen erzielt.

Mit effizienten Lüftungstechniken sorgen wir zudem dafür, dass die Raumluft möglichst sauerstoffreich gehalten wird und nicht mit Staub, Pollen oder sonstigen Verunreinigung befrachtet ist.

Oft bedienen wir uns auch unseres spezifischen Know-hows aus der Reinraumtechnik, das wir bei unseren Komfortanlagen sinngemäss zur Anwendung bringen.

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Kälteanlagen sind Systeme, welche unerwünschte Wärmeenergie aus gewissen Bereichen abführen und diese nach aussen «entsorgen» oder für andere Zwecke weiterverwenden. Mit intelligenten Konzepten sorgen wir dafür, dass der Transport mit geringstem Aufwand an Zusatzenergie erfolgt und die Abwärme sinnvoll eingesetzt werden kann. Zunächst versuchen wir jedoch immer, auf den Einsatz von Kälteanlagen ganz zu verzichten und den gewünschten Kühleffekt über innovative Lüftungskonzepte oder andere planerische Massnahmen zu erzielen.

Kältemaschine lassen sich auch zur Wärmeerzeugung verwenden. Die sogenannten Wärmepumpen dürfen als Wunder der Effizienz bezeichnet werden, da sie nur 25% Ihres Energiebedarfs aus Primärenergie beziehen und den Rest aus Ab- oder Umweltwärme generieren – und dies völlig CO₂-neutral. Gerade bei Kombianlagen entdecken wir immer wieder neue Einsatzmöglichkeiten für diesen technologischen Ansatz.

Es kann durchaus passieren, dass der Mark keine passende technische Lösung bereit hält – in diesen Fällen bauen wir die Anlagen einfach selber.

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